Wissenswert: Schwerpunkt Aromatherapie, Ätherische Öle
Einteilung der ätherischen Öle

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ätherische Öle sinnvoll zu ordnen. Parfümhersteller sortieren sie nach der Verweildauer des Duftes an einem Riechstreifen. Neben dem Zeitfaktor, der die Verflüchtigung der Hauptduftnoten eines Duftes misst, kann man innerhalb der Gruppen auch vergleichbar ähnliche Wirkungen beobachten.

Dabei wird zwischen Kopfnoten, Herznoten und Basisnoten unterschieden. Diese Einteilung ist eine große Hilfestellung, um ätherische Öle für Duftmischungen oder in Körperölen einzusetzen.

Wenn ätherisches Öl aus der Reihe der Kopfnoten auf einen Riechstreifen getropft wird, entfaltet sich sofort das ganze Spektrum des Duftes. Dieses bleibt ungefähr 30 Minuten bis 2 Stunden erhalten und verschwindet dann restlos. Konkret machen die Öle der Kopfnote wach, aufmerksam, munter und fröhlich. Manche erfrischen auch. Klassische Vertreter sind Zitrone, Orange, Lemongrass u. a.

Beim Auftragen ätherischer Öle der Herznoten-Gruppe auf den Riechstreifen kann man beobachten und riechen, dass der Duft eine Weile braucht, bis er sich voll entfaltet. Das kann eine halbe Stunde dauern. Dafür hält er bis zu 4 Stunden an und klingt langsam ab. Wie der Name schon vermuten lässt, sind die Herznoten-Düfte gefühlsbetont. Die Blütenöle können erfreuen, begeistern, beruhigen und ausgleichen. Man findet diese ätherischen Öle vorwiegend in Blüten wie Rose, Lavendel oder Jasmin.

Am längsten wirken die ätherischen Öle der Basisnote. Zwar entwickeln sie ihr volles Duftspektrum erst nach einer bis zwei Stunden, halten dann aber Stunden an und klingen ganz langsam ab. Ihr Duft vermittelt Ruhe, Ausdauer, Konzentration, Mut, Geborgenheit und Sicherheit. Man gewinnt diese lang duftenden Basisnoten aus den festen, langlebigen Teilen der Pflanze. Dazu gehören die Rinden, Wurzeln, das Holz und auch Harz. Bekannt sind Benzoe Siam, Myrrhe, Weihrauch, Vanille oder Zedernholz.

Da es sich bei den ätherischen Ölen immer um Naturstoffe handelt, gibt es natürlich auch Pflanzen, deren Duftspektrum Übergänge von Kopf- zu Herznote oder Herz- zu Basisnote bildet.

Foto/Video: © Fotolia / Anna_ok

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