Das Räuchern: Aromatherapie und Ritual

Für Andrea ist das Räuchern ein Teil des Lebens. Sie räuchert zu allen möglichen Gelegenheiten. Auch von Hausräucherungen hält sie viel, denn damit kann einiges verändert werden. Duft und Wirkung sind sofort im Raum.

„Für mich ist das Räuchern mit Kräutern und Harzen genauso normal wie für andere das Teetrinken. Die Wirkung erfolgt beim Räuchern schneller. Das umgeht das Verdauungssystem, muss nicht ins Blut, sondern geht direkt ins Gehirn.“

Andrea K.

Grundsätzlich ist das Räuchern eine der ältesten Formen der Aromatherapie und eine zusätzliche Art, die Heilkraft der Pflanzen wirken zu lassen. Verwendet wird das Räuchern zur Reinigung von Räumen, zur Vertreibung von Schädlingen, zum Entspannen, für medizinische Zwecke oder einfach nur aus Freude zum Duft. Räucherzeremonien sind bei Jahreszeitenwechsel, Hochzeiten, Taufen und sonstigen gesellschaftlichen Ereignissen beliebt. Im Orient dient Räucherwerk auch zur Parfümierung von Kleidung und Körper.

Immer schon war das Räuchern eine Möglichkeit, Wertvolles zu opfern und so Verbindung zu Höherem aufzunehmen sowie Geister und Dämonen zu vertreiben. Auch heute noch gibt es einige mystische Nächte zu Weihnachten und um den Jahreswechsel, die so genannten Raunächte, denen im europäischen Raum oft besondere Bedeutung geschenkt wird. Zu den Raunächten gibt es viele Bräuche und Riten. Das alte Jahr geht zu Ende, es sind noch kurze Momente des Innehaltens, dann beginnt wieder ein neues Jahr. Deshalb werden bei uns die vier wichtigsten Raunächte 21. Dezember, 24. Dezember, 31. Dezember und 5. Jänner traditionell dafür benützt, mit verschiedenen Harzen, Kräutern und reinigenden Räuchermischungen auf glühender Kohle in einem geeigneten Gefäß durch die Wohnung oder durch das ganze Haus zu gehen.

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