Wissenswert: Schwerpunkt Räuchern
Das Räucherwerk

Als „Räucherwerk“ bezeichnet man jene Stoffe, die geräuchert werden, um Duftstoffe freizusetzen. Harze, aromatische Hölzer und Kräuter gehören zu den wichtigsten Räucherstoffen.

„Weihrauch ist das Gold der Düfte.“ (B. Vonarburg)

Das deutsche Wort „Weihrauch“ bedeutet in erster Linie „Rauch zum Weihen“ oder „Rauch, der geweiht ist“. Weihrauch ist einer der ältesten und beliebtesten Räucherstoffe in unseren Kirchen sowie Grundlage vieler Räuchermischungen. Der süßlich-schwere Duft klärt die Sinne, schafft Reinheit und Ruhe, wirkt anregend und entspannend und ist das Räucherwerk zum Meditieren.

Benzoeharz eignet sich besonders gut in Kombination mit Weihrauch, Myrrhe, Mastix, Styrax und Bernstein. Traditionell ist Benzoe ein wichtiger Bestandteil von anregenden Liebesräucherungen sowie von magischem und religiösem Räucherwerk. Oft kombiniert man dafür das Harz auch mit Rosen- und Sandelholzöl.

Copalharz ist so rein, dass es sofort verdampft. Der weiße Rauch verbreitet sein Aroma überraschend schnell, hält bei Laune, macht glücklich und verbindet die Erde mit dem Himmel. Der Echte Copal ist am besten unvermischt zu gebrauchen.

Mastixharz ist ein hellgelbes, durchsichtiges, relativ hartes Harz, das durch Einschneiden der Rinde des bis zu fünf Meter hohen Mastixbaumes gewonnen wird. Mastix ist eine beliebte Zutat zu magischen und religiösen Räuchermischungen, die aus Harzen, Kräutern und ätherischen Ölen zusammengesetzt sind. Als Einzelräucherwerk wird es kaum verwendet.

Das Harz der Myrrhenbäume heißt Myrrhe. Die Myrrhe zählte im Altertum neben Weihrauch zu den wichtigsten Räucherstoffen und war im alten Ägypten für die Einbalsamierung von Mumien in Gebrauch. Myrrhe wird fast immer mit anderen Harzen wie Weihrauch und Mastix und mit verschiedenen Gewürzen vermischt.

Weißes Sandelholz wird als rituelles Räucherwerk und heiliger Duft in Indien eingesetzt. Wenn man Sandelholz auf die Räucherkohle streut, entwickelt sich sofort der charakteristische süße Duft, der sich aber mit einem leicht scharfen Geruch nach brennendem Holzfeuer vermischt. Der Duft mahnt an die köstlichen Himmelswelten und den unweigerlichen Übergang in die jenseitige Welt.

Styrax stammt von den kleinen strauchartigen Balsambäumen und wird fast nie als Einzelsubstanz geräuchert. Seit der Antike ist das Harz eine wesentliche Zutat für ritualmagisches Räucherwerk.

Lavendelblüten duften angenehm aromatisch und sind für ihre beruhigende Wirkung bekannt.

Weißer Salbei fördert die Konzentration und klärt nicht nur Räume, sondern auch die Aura von Mensch und Tier.

Rezepte von Räuchermischungen werden nach kosmologischen Aspekten, symbolischen Bedeutungen, astrologischen und pharmakologischen Gesichtspunkten komponiert. Daraus ergeben sich Räuchermischungen für viele Gelegenheiten und Anlässe.



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