Wissenswert: Schwerpunkt Fettstoffwechsel
Fettstoffwechsel und Cholesterin

In der kalten Jahreszeit wurde dem Körper oft ein Übermaß an Nahrung zur Verfügung gestellt. Nun ist es wieder Zeit, sich um seine Gesundheit zu kümmern. In unserer Wohlstandsgesellschaft mit mehr als ausreichendem Nahrungsmittelangebot ernähren sich immer mehr Menschen „ungesund“. Das ist eine wesentliche Ursache für Fettstoffwechselstörungen und Übergewicht.

Erhöhte Blutfettwerte können zur Entstehung von Arteriosklerose und damit zu einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen beitragen. Der Gesamtcholesterinspiegel im Blut dient als grobe Einschätzung des Fettstoffwechselstatus. Bei Kerngesunden ohne Risikofaktoren wie z. B. Übergewicht, Rauchen, Diabetes, Bluthochdruck, Schilddrüsen- oder Lebererkrankungen, Bewegungsmangel, Stress oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen gilt ein Schwellenwert bis zu 200 mg/dl als normal.

Für Herz-Kreislauf-Patienten wird höchstens 150 mg/dl Gesamtcholesterin toleriert. Wer vegetarisch lebt, ernährt sich automatisch cholesterinärmer, da Cholesterin in erster Linie in tierischen Nahrungsmitteln vorkommt. Günstig ist eine mediterrane Küche mit viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukten sowie Oliven- und Rapsöl als Fettlieferanten.

Wer auf Fleisch nicht ganz verzichten will, sollte statt Rind- und Schweinefleisch Wild und Geflügel bevorzugen. Fisch ist erlaubt und empfehlenswert. Süßigkeiten wie Schokolade und Mehlspeisen stets nur in kleinen Mengen konsumieren. Regelmäßige körperliche Bewegung, dreimal pro Woche 30 Minuten, wirkt positiv auf den Fettstoffwechsel.

Die erste und wichtigste Maßnahme bei erhöhten Blutfettwerten ist immer eine Ernährungsumstellung, meist verbunden mit der Reduzierung des Körpergewichts. Wenn dies allein nicht ausreicht die Blutfette zu senken und auch noch Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorliegen, muss ärztlich auf medikamentöse Maßnahmen zurückgegriffen werden.

Cholesterinsenkende Arzneimittel können jedoch eine Vielzahl von Mikronährstoffen beeinflussen. Die derzeit dominierende Gruppe unter den Lipidsenkern bilden die „Statine“. Diese hemmen nicht nur die Synthese von Cholesterin, sondern führen auch zu einer Abnahme der Coenzym-Q10-Konzentration, einem Mikronährstoff, der für den muskulären Energiestoffwechsel sorgt. Müdigkeit, Schwäche und Muskelschmerzen, vor allem bei körperlicher Aktivität, werden bei schlechter Coenzym-Q10-Versorgung beobachtet.

Wie umfangreiche Studien beweisen, kann durch die Kombination von cholesterinsenkenden Arzneimitteln mit langkettigen Omega-3-Fettsäuren das Risiko für die Herzkranzgefäße und die Schlaganfallrate reduziert werden. Es empfiehlt sich eine durchschnittliche Aufnahme der langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA/DHA von mehr als 300 mg pro Tag. Des Weiteren hat Vitamin D einen regulierenden Einfluss auf die Herzmuskelleistung und wirkt auch einer „statinbedingten“ Muskelschwäche entgegen.

Zusammenfassend ergibt sich, dass eine nahrungsergänzende Einnahme von langkettigen Omega-3-Fettsäuren, Coenzym-Q10 und Vitamin D für Personengruppen mit erhöhtem Bedarf, der besonders durch die Einnahme von cholesterinsenkenden Arzneimitteln gegeben ist, empfohlen werden kann.

Foto/Video: © Fotolia / petrrgoskov

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