Wissenswert: Thema Naturheilkunde
Gesunde Venen

Schwere Beine, geschwollene Füße nach einem anstrengenden Tag mit stehender oder sitzender Tätigkeit, nach langen Busfahrten oder Flugreisen, sind oft nicht nur ein kosmetisches, sondern auch ein gesundheitliches Problem, das sowohl Frauen als auch Männer betrifft.

Das Auftreten von venösen Beinleiden wird einerseits durch familiäre Veranlagung begünstigt, andererseits tragen auch hormonelle Veränderungen, Bewegungsmangel, falsche Ernährung, übergeschlagene Beine, hohe Absätze, Übergewicht, Rauchen und Alkohol dazu bei.

Bereits jede vierte Frau und jeder fünfte Mann leiden an einer Venenerkrankung. Erste Anzeichen wie Schmerzen und Schweregefühl in den Beinen, Schwellungen, Juckreiz oder nächtliche Wadenkrämpfe, müssen unbedingt ernst genommen und behandelt werden.

Die Kamillen-Apotheke ist immer wieder eine Anlaufstelle bei leichten Venenerkrankungen, denn Betroffene suchen in diesem Stadium meist Hilfe im Bereich der Alternativmedizin. Die Empfehlung zur Selbstmedikation ist bei leichten Unpässlichkeiten vertretbar, sofern die Ursache der Beschwerden bekannt ist. Eine Abklärung beim Arzt ist zu empfehlen, wenn sich die Symptome durch die Selbstmedikation und die nichtmedikamentösen Maßnahmen nicht innerhalb von 6 Wochen gebessert haben, unklare Beinschmerzen auftreten, starke Schwellung der Beine und Knöchel vorhanden ist, Hautveränderungen und plötzlich starke Schmerzen auftreten oder bestimmte Grunderkrankungen vorliegen.

Was kann allgemein bei Venenproblemen empfohlen werden? Zwischendurch möglichst oft die Beine hoch lagern, langes Stehen oder Sitzen meiden, lieber Laufen und Liegen, mit Stütz- oder Kompressionsstrümpfen vorbeugen, kein schweres Heben oder Pressen, tägliche Venengymnastik, Gewicht reduzieren, keine zu engen Socken oder Strümpfe verwenden, Beine vor Wärme schützen und öfters kalt abduschen, keine Schuhe mit hohen Absätzen und keine enge Beinkleidung tragen, denn sie behindern den Rückfluss des Blutes. Regelmäßige Bewegung in den Alltag integrieren wie z. B. Radfahren, Schwimmen, Wandern, Walken usw.

Eine lokale Heparin-Therapie in Form von Salben, Cremes, Sprays und Gelen wird in der Regel als angenehm empfunden. Liposomen dienen in diesen Zubereitungen als Wirkstoffträger und transportieren das Heparin in tiefere Hautschichten, wodurch eine höhere Bioverfügbarkeit erreicht wird. Die Anwendung erfolgt 3-bis 4-mal täglich.

Heilpflanzen, die sich für die innerliche Einnahme bei Venenleiden eignen, sind vor allem die Rosskastanie und das Rote Weinlaub. Daraus hergestellte Extrakte haben einen abdichtenden Effekt auf die geschädigten Venenwände und schränken den Übertritt von Flüssigkeit aus dem venösen Blut ins Gewebe ein. Als Ergebnis kommt es zur signifikanten Abnahme der Beschwerden und das Fortschreiten einer möglichen chronisch-venösen Insuffizienz wird gestoppt.

In der Regel wird eine Anwendung über 12 Wochen empfohlen. Wichtig ist der Hinweis, dass die volle Wirkung mit einer Verzögerung von ca. 4-6 Wochen einsetzt.

Foto/Video: © Fotolia / monropic

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