Wissenswert: Schwerpunkt Tee
Schwarz-Tee

Tee im eigentlichen Sinne ist nur der echte schwarze Tee. Als „Tee“ oder „Teemischung“ dürfen nur die nach einem bestimmten Verfahren zubereiteten Blattknospen, jungen Blätter und jungen Triebe des Teestrauches verwendet werden. Zur Herstellung von schwarzem Tee werden die Teeblätter einer vollständigen Fermentation (Oxidation, Gärung) ausgesetzt.

„Tee hat nicht die Arroganz des Weines, nicht das Selbstbewusstsein des Kaffees, noch die kindliche Unschuld des Kakaos.“

„Ein zarter unwiderstehlicher Charme ist es, der den Tee auszeichnet.“

„Medizin war der Tee zuerst, Getränk wurde er danach“.

Tee enthält unter anderem Coffein, Gerbstoffe, Mineralstoffe, ätherische Öle, Vitamine und Aminosäuren. Viele dieser Substanzen sind natürlich nur in Spuren vorhanden. Die wesentlichen Wirkungen beim Teegenuss ergeben sich aus dem Coffein (Tein) und den Gerbstoffen.

Dem Coffein, von welchem nur zwei Drittel im Getränk gelöst werden, verdankt der Tee seine belebende Wirkung.

„Tee regt an, aber nicht auf“.

Beim Tee wirkt das Coffein nicht über das Herz auf den Kreislauf, sondern durch Verbesserung der Gehirndurchblutung und Erhöhung des Gehirnstoffwechsels direkt auf das Gehirn und das Zentralnervensystem. So erklärt sich die nach Genuss einer Tasse Tee nachweisbar gesteigerte Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit.

Zweiter wichtiger Bestandteil sind die Gerbstoffe, welche für die beruhigende und stabilisierende Wirkung des Tees verantwortlich sind und deren er seinen Ruf als Heilmittel bei allen Magen- und Darmerkrankungen verdankt. Tee, mit seiner guten Verträglichkeit, ist heute sogar auch in vielen Diätprogrammen zu finden.

Teezubereitung

Wichtig ist die Veränderung der Wirkung des Tees auf den Körper durch eine unterschiedliche Ziehdauer.

3 Minuten nach dem Aufguss mit kochendem Wasser ist der größte Teil des Coffeins ausgezogen und die belebende Wirkung des Tees steht im Vordergrund.

5 Minuten nach dem Aufguss mit kochendem Wasser überwiegen die ausgezogenen Gerbstoffe. Eine beruhigende Wirkung ist im Vordergrund und der Geschmack ist erheblich beeinträchtigt.

Die Gerbstoffe bremsen und steuern die Wirkung des Coffeins, so dass dieses vom Körper nur allmählich aufgenommen wird. Dadurch setzt, verglichen mit Kaffee, die belebende Wirkung langsamer ein, hält aber auch länger an und klingt genau so langsam wieder ab.

Tee wird rund um die Uhr getrunken.

Während die normale Hochleistungsphase in den Vormittagsstunden liegt und dann am frühen Nachmittag steil abfällt, liegt die Leistung eines Menschen, der früh morgens, dann vor Mittags und noch einmal am Nachmittag eine Tee-Pause macht, fast gleichmäßig über 50% der Leistung eines Menschen ohne Teegenuss.

Tee mit Milch

Durch Teetrinken wird dem Körper ein bedeutender Anteil an antioxidativ wirksamen Substanzen, die zum Schutz vor ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten beitragen, zugeführt.

Milch in Schwarztee-Zubereitungen scheint diese antioxidative Fähigkeit zu vermindern. Da dieser Effekt nicht bei der Zugabe von Halbfettmilch zu beobachten war, könnte die Ursache dafür am Fettanteil liegen.

Foto/Video: © Fotolia / Markus Mainka

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