Wissenswert: Thema Naturheilkunde
Thymian, Thymus vulgaris L.

Das Wort „Thymian“ kommt vom griechischen „thymon“, was soviel wie „Räuchern“, „Darbringen eines Brandopfers“ bedeutet und eng verwandt ist mit „thymos“, „Hauch“, „Geist“, „Mut“.

Das stark duftende, belebende Kraut wurde früher verwendet, um Mut einzuflößen. Sein Duft symbolisierte Aktivität, Tapferkeit und Stärke. Thymian wurde auch vielerorts als Räuchermittel benutzt, mit dessen Hilfe man Ungeziefer vom Haus fernhielt.

Thymus vulgaris, Echter Thymian, ist auf den Felsenheiden und in den immergrünen Buschwäldern des Mittelmeerraumes beheimatet. Er wurde, wie sehr viele Heilpflanzen aus dieser Region, von den Benediktinern über die Alpen in die Klostergärten gebracht.

Heute zieht man diese Staude in vielen Hausgärten und baut Thymian für Heil- und Gewürzzwecke in Großkulturen an. Als Gewürz verbessert er die Verdauung und beugt Blähungen vor. In der europäischen Volksmedizin hat diese Heilpflanze besonders bei erkältungsbedingten Atemwegsbeschwerden eine lange Tradition.

Die Inhaltsstoffe von Thymiankraut, allen voran das enthaltene ätherische Öl, wirken krampflösend, schleimfördernd, auswurffördernd, antibakteriell, antimykotisch, antiviral und entzündungshemmend.

Aufgrund der vielseitigen Wirkungen wird Thymian in der modernen Kräuterkunde bei erkältungsbedingtem produktivem Husten, Bronchitis sowie in Form einer Mundspülung auch bei Zahnfleischentzündung und bei Mundgeruch verwendet.

Thymian-Tee, eventuell mit Honig gesüßt, sollte sofort bei den ersten Anzeichen eines festsitzenden Hustens verabreicht werden, meistens kann auf  diese einfache Art ein starker, hartnäckiger Husten verhindert werden.

Thymiankraut eignet sich hervorragend zur Inhalation (ca. 1 Teelöffel in etwa ½ Liter heißes, nicht siedendes (!) Wasser geben). Die heißen Dämpfe werden bei Husten, Schnupfen und Stirnhöhlenkatarrhen geschätzt.

Wenn es im Hals kratzt, sich also eine Erkältung ankündigt, kann man durch Gurgeln mit Thymian-Tee den Anfängen wehren. Besonders bei Kindern hat sich die Heilpflanze als Mittel gegen Reiz- und Krampfhusten sowie Keuchhusten bewährt.

Bereitet man aus Thymiankraut Tee, nimmt man 2 Teelöffel und gießt mit einer Tasse Wasser heiß auf, lässt 5-10 Minuten bedeckt ziehen und seiht dann ab. Mehrmals täglich 1 Tasse trinken.

Thymian-Extrakte gibt es sowohl als Monopräparate, als auch als Bestandteil von Kombinationspräparaten. Nebenwirkungen bzw. Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind bisher nicht bekannt, ebenso sind keine Gegenanzeigen zu beachten.

Foto/Video: © silviarita auf Pixabay

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