Wissenswert: Thema Naturheilkunde
Johanniskrautöl (Rotöl)

Johanniskrautöl ist ein besonders heilkräftiger Auszug aus den Blüten des getüpfelten Johanniskrauts (Hypericum perforatum). Wegen seiner roten Farbe wird es auch Rotöl genannt.

Zur Herstellung von Johanniskrautöl, Oleum Hyperici, wird das obere Drittel des blühenden Krautes abgeschnitten, in Olivenöl eingelegt und einige Wochen in der Sonne stehen gelassen bis es rot geworden ist. Es ist wichtig, dass das Öl im Warmen steht. Danach abseihen und in eine dunkle Flasche abfüllen, damit es länger hält. Im Öl finden sich andere Wirkstoffe als in den Extraktpräparaten zur Behandlung von Depressionen. Johanniskrautöl ist ausgesprochen schmerzlindernd bei rheumatischen Beschwerden und wirkt darüber hinaus wundheilend, entzündungshemmend und Muskel entspannend.

Es eignet sich als Einreibemittel bei Brandwunden, Blutergüssen, Quetschungen und Verletzungen. Vermeiden Sie jedoch zu starke direkte Sonneneinstrahlung der mit Johanniskrautöl behandelten Hautpartien, entzündliche Reaktionen könnten die Folge sein. Als eines der wichtigsten „Trägeröle“  in der Aromapflege unterstützt es auch die Wirkung der ätherischen Öle bei vielen Beschwerden. Ein bewährtes Mittel bei Verbrennungen besteht aus 50 ml Johanniskrautöl, 7 Tropfen Lavendelöl und 5 Tropfen Teebaumöl.

Foto/Video: © Fotolia / behewa

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