Wissenswert: Thema Naturheilkunde
Wenn der Mund oder Rachen schmerzt …

… haben sich Kamille, Salbei, Eibisch, Tormentilla und Co bestens bewährt.

Entzündungen des Mund- und Rachenraums können auf mehrere Ursachen zurückgehen und die Auslöser sind oft vielfältig. Beispielsweise können bestimmte Medikamente oder Grunderkrankungen, Zahnersatz oder eine Zahnspange, eine zu kraftvolle Zahnputztechnik, eine kleine Verletzung, die durch eine harte Speise entstanden ist, Lebensmittelunverträglichkeiten sowie eine mangelnde Mundhygiene Zahnfleischentzündungen auslösen. Die Schleimhaut ist trocken, geschwollen und meist stark gerötet.

Kurzzeitige Probleme können selbst behandelt werden. Starke oder länger andauernde Beschwerden sind vom Hausarzt, dem HNO-Facharzt oder vom Zahnarzt abzuklären. Ziel der Behandlung ist die Wiederherstellung einer intakten Schleimhaut. Meistens werden bei Mund- und Rachenentzündungen spezielle Wirkstoff-Mundspüllösungen, welche die Entzündung auslösenden Bakterien hemmen, eingesetzt.

Eine 3%ige Wasserstoffperoxidlösung kann genutzt werden, indem ein Esslöffel davon in ein Glas Wasser gegeben wird. Bevorzugt man ein pflanzliches Produkt, gibt es so genannte Adstringenzien zum Spülen oder zum Aufpinseln in Form einer Tinktur. Diese Heilpflanzenzubereitungen aus Salbei, Ratanhia, Tormentillwurzel oder Myrrhe bewirken im Mund ein „zusammenziehendes“ Gefühl und beinhalten Gerbstoffe, welche die entzündete Schleimhaut oberflächlich unempfindlich gegenüber äußeren Reizen machen und die Wundheilung fördern.

Die Blüten der Echten Kamille und deren Auszüge eignen sich sowohl zur Monotherapie als auch zur Kombination mit anderen Heilpflanzen für die Behandlung von Beschwerden im Mundbereich.

Mit schleimhältigen Pflanzen wie Eibischwurzel (Radix Althaeae) und Eibischblatt (Folium Althaeae), Malvenblatt (Folium Malvae, Käsepappel) oder Isländischer Flechte (Lichen islandicus) kann durch eine Art Schutzfilmbildung eine Reizmilderung bei Entzündungen im Mund- und Rachenbereich und bei Schluckbeschwerden erzielt werden. Diese Heilpflanzen sollten grundsätzlich nicht kombiniert und stets als Monotees zum Spülen und Gurgeln oder als Fertigextrakt in Form einer Lutschtablette verwendet werden. Deren Inhaltsstoffe legen sich wie ein Balsam über die gereizte Schleimhaut und schützen sie vor weiteren Angriffen, wodurch sie sich schneller erholen kann.



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