Wissenswert: Thema Alternative Heilmethoden
Bewährte Homöopathie bei Heuschnupfenbeschwerden

Vor einigen Jahrzehnten war der Heuschnupfen nur für wenige Menschen eine lästige Begleiterscheinung im Frühjahr und Frühsommer. In den letzten Jahren aber wurden Allergien insgesamt nicht nur häufiger, auch die Intensität der Beschwerden hat sich in vielen Fällen verstärkt und erfordert stärkere Medikamente, teilweise auch höhere Dosierungen.

Die Homöopathie sieht in den individuellen überschießenden allergischen Reaktionen eines Patienten, wie bei jeder anderen Krankheit, den Versuch des Organismus, sein Gleichgewicht wieder zu erreichen und wählt deshalb das homöopathische Mittel, das den Beschwerden des Patienten genau entspricht. Der Vorteil einer erfolgreichen homöopathischen Behandlung liegt darin, dass sie mehr als einen rein symptomatischen Effekt hat.

In der Kamillen-Apotheke sagen Betroffene immer wieder: „Früher hatte ich zur Hauptzeit der Blüte ungefähr 2 bis 3 Wochen lang Heuschnupfenbeschwerden und nur an wenigen Tagen musste ich ein Antiallergikum einnehmen. Seit kurzem beginnt die Allergie schon früher und dauert auch wesentlich länger. Ohne Behandlung komme ich kaum durch die Pollenflugzeit.“

Für die homöopathische Therapie allergischer Erkrankungen stehen einige bewährte Mittel zur Verfügung. Folgend werden jene vier Einzelmittel kurz beschrieben, die wir mehrmals in der Saison empfehlen.

Galphimia glauca ist das am häufigsten in klinisch kontrollierten Studien geprüfte Homöopathikum. Es ist bei einem akuten Heuschnupfensyndrom angezeigt, wenn nicht einzelne Symptome im Vordergrund stehen, sondern wenn diese gleichgewichtig nebeneinander auftauchen. Wässrige, gerötete und juckende Augen plagen die Allergiker. Auch der Nasenfluss ist nicht zu übersehen und unüberhörbar sind die ständigen und kräftigen Niesanfälle. Spontan berichten die Betroffenen, dass sie irgendwie auch schwer Luft bekommen. Galphimia glauca, der Kleine Goldregen, ist der Klassiker beim Heuschnupfen wenn „alles fließt“.

Hals, Nase und Ohren jucken? Dann ist an Arundo donax, das Schilfrohr, zu denken. „Ich könnte mich wund kratzen, so stark ist der Juckreiz! Der gesamte Rachenraum, der Gehörgang, der äußere Hals, alles juckt, ich kann es einfach nicht mehr aushalten.“

Als alternativmedizinischer Standard für rot entzündete, nicht eitrige Augen, gilt der Augentrost, Euphrasia officinalis, der zur Anwendung kommt, wenn sich die allergische Reaktion an den Augenbindehäuten äußert. Der ganze Augapfel schmerzt, die Augen tränen. Da dies zu einem vermehrten Abfluss über den Tränenkanal führt, tupfen sich die Patienten oft auch die Nase ab. „Eigentlich ist es kein Heu-Schnupfen, sondern ein Heul-Schnupfen.“

Eine deutlich näselnde Sprache signalisiert, die Betroffenen leiden unter einer verlegten Nasenatmung und zähflüssiger Verschleimung. Bei starker Schleimsekretion schafft Luffa operculata, die Schwammgurke, Luft. „Ich habe das Gefühl, als ob mein Kopf voll Schleim ist. Wenn ich mich schnäuze, kommt jede Menge weißlich-gelblicher Schleim. Diesen spüre ich auch im Rachen, da er sich dort regelrecht ansammelt und mich immer wieder zum Abhusten reizt.“

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Foto/Video: © Fotolia / Eva

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