Wissenswert: Thema Naturheilkunde
Frühjahr – die Zeit der Reinigung

Falsche Ernährung, mangelnde Bewegung, verschiedene belastende chemische Verbindungen aus Abgasen und Nahrung oder eine Krankheit, die den Körper schwächt, belasten das Immunsystem und bringen die Entgiftungskapazität des Organismus an ihre Grenze.

Die Vorstellung, dass der Körper durch Schadstoffe belastet ist und deshalb durch deren Ausleitung gestärkt werden kann, bietet gerade in dieser Jahreszeit einen naturheilkundlichen Ansatzpunkt, um die Gesundheit zu fördern und damit bestehende Befindlichkeitsstörungen oder Allergien zu behandeln. Folgend sollen jene Organe und Bereiche unseres Körpers hervorgehoben werden, denen in dieser Zeit besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte.

Der Darm birgt das höchstausgebildete körpereigene Abwehrsystem. Hier werden Immunzellen gebildet, die unseren Organismus von schädigenden Stoffen freihalten. Eine gute Verdauung ist die Voraussetzung für gesunde Stoffwechselprozesse. Dieses System funktioniert jedoch nur, wenn genügend aktive Bakterien im Darm für unsere Gesundheit arbeiten. Jeder Darm ist von unzähligen Mikroorganismen besiedelt und hat seine eigene individuelle Darmflora, deren Zusammensetzung unter anderem durch die Ernährung, durch Krankheiten oder durch bestimmte Medikamente beeinflusst wird. Entscheidend für die Aufrechterhaltung des immunologischen Gleichgewichts ist, dass viele verschiedene Bakterienarten die Darmflora bereichern, denn jeder Bakterienstamm hat im Darm eine andere Aufgabe. Viele Joghurt- und Sauermilchprodukte enthalten von Natur aus gesunde Mikroorganismen. Diese werden allerdings zum größten Teil durch längere Lagerung im Kühlregal inaktiviert und während der Passage durch Magen und Dünndarm abgetötet. Hochwertige probiotische Nahrungsergänzungsmittel unterscheiden sich von herkömmlichen Milchprodukten dadurch, dass die enthaltenen Bakterienstämme in ausreichender Menge in aktiver Form in den Darm gelangen, weil sie widerstandsfähiger gegen Magensäure und die Verdauungsenzyme im Darm sind und sich dadurch besser an die Darmschleimhaut anheften können.

Das kollagene Bindegewebe verbindet überall im Körper Organe, Nerven, Sehnen, Gefäße und Muskeln und schützt und umhüllt jedes einzelne Organ. Darüber hinaus ist es auch in der Lage, Körperflüssigkeit zu binden. Gerät der Flüssigkeitshaushalt des Bindegewebes in ein Ungleichgewicht, indem sich Substanzen ablagern, die nicht abgebaut werden, kann es zu einer Übersäuerung des Gewebes kommen. Es entsteht ein Gefühl der Starrheit und Schwere. Wärmende äußere Anwendungen können das Tor zur Gesundheit öffnen. Leichtes Schwitzen regt die Hauttätigkeit an und unterstützt den Entschlackungsprozess. Schwitzkuren im Saunabad müssen im vernünftigen Rahmen gehalten und dürfen nicht übertrieben werden.

Ablagerungen und Übersäuerung im Bindegewebe kann auch über die Anregung der Nierenfunktion begegnet werden. Verschiedene Entschlackungstee-Mischungen, die in der Kamillen-Apotheke für Ihren individuellen Bedarf angefertigt werden, unterstützen dabei die Reinigungskur.

Die Leber ist die zentrale „Chemiefabrik“ des Körpers. Zu ihren vielfältigen Aufgaben zählen der Auf- und Abbau stoffwechseleigener und stoffwechselfremder Substanzen. Dazu kommen die Aufnahme und Verwertung von Nahrungsbestandteilen, die Bereitstellung lebenswichtiger Eiweißstoffe sowie die Regulation des Immun- und Hormonsystems. Schwedenkräuter enthalten viele verschiedene Bitterstoffe, die durch ihren Geschmack schon im Mund über einen Nervenreiz die Sekretion und Bewegung im Magen-Darm-Trakt anregen. Nahrungsmittel können so besser abgebaut und dem Stoffwechsel- und Entgiftungsorgan „Leber“ zugeführt werden. Unterstützend auf eine gesunde Leberleistung wirken auch Auszüge aus Mariendistel, Artischocke und Löwenzahn.

Zum zentralen Entschlackungssystem zählt natürlich auch die Blase. Diese kann man mit einer Durchspülungstherapie unterstützen. Die Trinkmenge, ca. 2-3 Liter Flüssigkeit pro Tag, sollte so hoch sein, dass ungefähr alle zwei Stunden eine Blasenentleerung erfolgt. Arzneitees mit harntreibenden Heilpflanzen wie Goldrutenkraut, Hauhechelwurzel, Schachtelhalmkraut, Birkenblatt, Löwenzahnkraut/-wurzel, Liebstöckelwurzel und Brennnesselkraut ergänzen dabei die Wirkung.



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