Wissenswert: Thema Naturheilkunde
Omega-Fettsäuren

Was wissen Sie über Omega-Fettsäuren? „Sie halten die Gefäße frei“ – „Sie wirken gegen Entzündungen“ – „Sie helfen bei Depressionen“ – von vielen positiven Effekten wird in den verschiedensten Medien berichtet.

Diese immer wiederkehrenden Formulierungen werden von den Kunden der Kamillen-Apotheke zum Anlass genommen, von unserem Team genaueres darüber zu erfragen.

Die in Fetten und Ölen vorkommenden Fettsäuren werden, je nach ihrer Struktur, in gesättigte, einfach ungesättigte und in die für uns besonders wichtigen mehrfach ungesättigten Fettsäuren eingeteilt. Gesättigte Fettsäuren sind vor allem in tierischen Lebensmitteln wie Wurstwaren, fetthaltigem Fleisch und Käse sowie in Schokolade und Knabberzeug enthalten. Einfach ungesättigte Fettsäuren kommen nur in Pflanzenölen vor und werden auch Omega-9-Fettsäuren genannt.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren werden, im Gegensatz zu den vorher genannten, nicht von unserem Organismus gebildet und müssen über die Nahrung oder als Nahrungsergänzung zugeführt werden. Diese Omega-3- bzw. Omega-6-Fettsäuren sind wesentliche Bestandteile aller Zellmembranen und damit für Wachstum und Regeneration der Zellen in höchstem Maße wichtig. Gleichzeitig sind sie an der Entwicklung von Gehirn und Nervensystem, an der Regulation des Blutdrucks, der Blutfette, des Immunsystems, an der Blutgerinnung sowie auch an der Entwicklung des Ungeborenen während der Schwangerschaft beteiligt.

Omega-3-Fettsäuren kommen in geringen Mengen in Raps- und Weizenkeimöl, in höherer Dosierung in Leinöl vor. Den höchsten Gehalt können Sie mit fetten Kaltwasserfischen wie Lachs, Makrele oder Hering zu sich nehmen.

Viele beliebte Ölsorten sind reich an Omega-6-Fettsäuren. Ein Überangebot an diesen und an gesättigten Fettsäuren (tierisches Fett) erzeugen allerdings im Körper Arachidonsäure. Daraus entstehen stoffwechselbedingt entzündungs- und allergiefördernde Stoffe, die vermutlich hauptverantwortlich für viele Zivilisationskrankheiten sind.

Omega-3-Fettsäuren dagegen wirken gefäßschützend und blutdrucksenkend. Sie verringern die Bildung von körpereigenen entzündungsfördernden Stoffen und zeigen positive Effekte bei erhöhtem Cholesterin, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes und Depressionen. Beispielsweise wurden bei Menschen mit „Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom“ (ADHS) erniedrigte Omega-3-Fettsäure-Spiegel nachgewiesen.

Leinöl und fette Meeresfische sind die wichtigste Quelle für Omega-3-Fettsäuren. Wer jedoch keinen Fisch mag oder nicht zumindest drei Fischmahlzeiten in der Woche einhalten kann, dem sind Fischöl-Kapseln, die reichhaltig an Omega-3-Fettsäuren sind, empfohlen.

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