Wissenswert: Thema Naturheilkunde
Stress als Mikronährstoffräuber

Stress als Mikronährstoffräuber

Chronischer Stress ist ein erheblicher Risikofaktor für zahlreiche Erkrankungen und bringt den Mikronährstoffhaushalt aus der Balance.

Etwas mehr Bewegung und gezielte Vitalstoffzufuhr können nicht nur die Folgen, sondern auch die Ursache einer Stressreaktion positiv beeinflussen, worauf zahlreiche Studien hinweisen. Die meisten Publikationen liegen zum Thema Magnesium vor. Aber auch Zink, Calcium, Eisen und die B-Vitamine sind zentrale Mikronährstoffe, die durch psychischen oder physischen Stress beeinflusst werden. Die Ziele einer Nährstoffergänzung liegen neben dem Ausgleich möglicher Defizite in der Aktivierung der Energieproduktion in den Zellen, dem Lösen von Verspannungen und Krampfzuständen, der Beruhigung der Nerven, der Reduktion von oxidativem Stress in den Gefäßen, der Steigerung der Stresstoleranz sowie der Verbesserung des Immunsystems.

B-Vitamine sorgen für eine positive Grundstimmung, steigern die Konzentration und stärken das Nervenkostüm. Jeder Mangel geht mit einer empfindlichen Leistungseinbuße und chronischer Müdigkeit einher und sollte daher bereits bei den ersten Anzeichen einer Erschöpfung ausgeglichen werden.

Vitamin C schützt als stärkstes wasserlösliches Antioxidans die Gefäße vor oxidativem Stress. Eine unzureichende Versorgung mit diesem Vitamin führt zu einer reduzierten Stresstoleranz und kann dadurch radikalbedingte Entzündungsreaktionen hervorrufen. Diese sind durch die Antioxidantien-Kombination Selen, Zink, Vitamin C und E gut in Griff zu bekommen.

Magnesium wirkt als klassischer Antistress-Mineralstoff entspannend und beruhigend. Ein Defizit an Magnesium und Calcium führt zu einer erhöhten muskulären und nervösen Erregbarkeit, die sich in Form von Verspannung, Verkrampfung, Durchblutungsstörung oder Verstopfung äußert. Eine ausreichende Versorgung (Magnesium 300-400 mg/Tag, Calcium 300-400 mg/Tag) aktiviert die Energiebereitstellung und lässt das Muskel- und Nervensystem zur Ruhe kommen. Sämtliche energieproduzierende Prozesse im Körper sind von Coenzym Q10 abhängig. Dieses „Leistungselixier“ kann als Supplement den Körper in der Regeneration unterstützen und damit umso rascher aus dem Leistungstief helfen (60-120 mg/Tag).

Tipp der Kamillen-Apotheke:
Neben diesen orthomolekularen Ergänzungen sind der bewusste Umgang mit Stressfaktoren, ein durchdachtes Zeitmanagement, wohl dosierte Sporteinheiten sowie Entspannungsübungen sinnvoll. Ergänzend leisten die bewährten Heilpflanzen Rosenwurz und Ginseng einen wertvollen Beitrag, die körperliche und mentale Leistungsfähigkeit zu stärken.

Zuletzt aktualisiert: 3. Februar 2022

Foto/Video: © ximagination / 123RF

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