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Eisen – eine häufige Mangelerscheinung

Eisen - eine häufige MangelerscheinungAls lebensnotwendiges Spurenelement muss Eisen regelmäßig über eine abwechslungsreiche Nahrung zugeführt werden.

Am bekanntesten ist das Eisen als Bestandteil des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin und des Muskelfarbstoffes Myoglobin. Hämoglobin ist wiederum der wichtigste Baustein der roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Diese transportieren Sauerstoff zu den einzelnen Körperzellen. Neben dieser Funktion beeinflusst Eisen unsere körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Der Großteil des im Körper gespeicherten Eisens wird für die Synthese von Hämoglobin und Myoglobin genutzt. Der Rest wird im Körper gespeichert.

Da Eisen nicht frei zirkulieren kann, wird es im Körper stets an Eiweiß (Protein) gebunden. Das Protein „Ferritin“ ist in erster Linie für Transport und Speicherung von Eisen zuständig. Das Serum-Ferritin zeigt den Füllungsgrad der Eisenspeicher an. Geringe Serum-Ferritinwerte gehen mit einem geringen Eisenpool einher.

Ein kleiner Teil des Eisens zirkuliert an „Transferrin“ gebunden im Blut und versorgt das Gewebe laufend mit Eisen. Es ist ein weiteres wichtiges Beispiel bei der Bestimmung des Eisenspiegels. So ist bei einem Eisenmangel der Transferrin-Wert in der Regel erhöht. Um einen Eisenmangel oder Eisenüberschuss im Blut festzustellen, muss stets der Gehalt an Eisen, Ferritin und Transferrin im Blut bestimmt werden.

Zu niedrige Eisen-Werte können auf eine Eisenmangelanämie, starken Blutverlust, Entzündungen oder auf chronische Erkrankungen hindeuten. Auch bei Verdauungsstörungen mit verringerter Aufnahme von Eisen (Malabsorptionssyndrom) können die Werte erniedrigt sein. Frauen haben zudem erhöhten Eisenbedarf in der Schwangerschaft und in der Stillzeit.

Zu hohe Eisen-Werte können auf eine Eisenspeicherkrankheit, Leberschäden, Leberentzündung (Hepatitis), einen Abbau roter Blutkörperchen (Hämolyse) oder auf eine Überdosierung von Eisen-Präparaten hindeuten. Überhöhte Werte können auch bei häufigen Bluttransfusionen auftreten.

Der Körper benötigt täglich ungefähr 1-bis 3 mg Eisen. Die Empfehlungen zur täglichen Einnahme liegen deutlich höher, da nur rund 10 % des Eisens aus der Nahrung tatsächlich aufgenommen werden. Die beste Bioverfügbarkeit zeigt die Einnahme eine halbe Stunde vor dem Essen. Die Aufnahme des Eisens in die Zellen der Darmschleimhaut wird durch saure Substanzen wie Ascorbinsäure (Vitamin C) gefördert und umgekehrt durch säureneutralisierende Medikamente (z. B. Protonenpumpenhemmer) verringert.

Weltweit ist Eisenmangel die häufigste Mangelerkrankung und betrifft in erster Linie Frauen und Jugendliche. Dies äußert sich durch unspezifische Symptome wie Erschöpfung, Kopfschmerzen und allgemeine Abgeschlagenheit. Bei Hautblässe, brüchigen Fingernägeln, stumpfen Haaren, eingerissenen Mundwinkeln, erhöhter Infektanfälligkeit sowie anhaltender muskulärer und mentaler Erschöpfung sollte der Eisenstatus dringlich überprüft werden. Die Empfehlung für die tägliche Eisenzufuhr liegt bei 15 mg für Frauen und 10 mg für Männer.

Während der Schwangerschaft steigt der Eisenbedarf auf 30 mg pro Tag an. Für Stillende gilt die Empfehlung von 20 mg pro Tag. Eine höhere Zufuhr wird zusätzlich bei Wachstumsphasen und regelmäßigen sportlichen Belastungen empfohlen. Gute Eisenquellen sind vor allem rotes Muskelfleisch, Fisch, Hülsenfrüchte, Gemüse und Vollkorngetreide. Eisen wird tendenziell aus tierischen Lebensmitteln etwas besser aufgenommen als aus pflanzlichen Quellen.

Ob fleischlose Küche automatisch einen Eisenmangel provoziert, scheint noch nicht vollständig geklärt. Vielmehr spielen die Lebensumstände für eine ausreichende Eisenversorgung eine größere Rolle. So zeigt sich ein Eisendefizit insbesondere bei erhöhtem Bedarf, wie unter chronischem Stress, bei intensivem Sport, in der Schwangerschaft u. a. Bei Verdacht auf Eisenmangel empfehlen sich neben der ausreichenden Eisenzufuhr Kombinationen mit Kupfer und Vitamin B6, B12 und Folsäure.

Als natürliche Alternative haben sich Eisenpräparate aus dem Curry-Blatt gut etabliert, die vor allem in Sachen Verträglichkeit punkten. Grundsätzlich ist ein Eisensupplement zu Beginn einer Mahlzeit eingenommen oft verträglicher.

Zuletzt aktualisiert: 29. September 2021

Foto/Video: © baibakova / 123RF

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