Wissenswert: Thema Naturheilkunde
Winterdepression

Die langen Winternächte und der dadurch bedingte Mangel an natürlichem Licht verändern unter anderem die Aktivität der Zirbeldrüse im Gehirn, die für die Steuerung des Schlaf-Wach-Rhythmus zuständig ist. Vor allem im Winter leiden daher viele Menschen unter gedrückter Stimmung, Reizbarkeit, Energielosigkeit, Müdigkeit und Schlafstörungen.

Die Linderung derartiger Symptome ist schon seit langer Zeit ein wichtiges Aufgabengebiet der Aromatherapie. Die Wirksamkeit und Wirkweise der dabei verwendeten ätherischen Öle und ihrer Bestandteile konnte in den letzten Jahren durch wissenschaftliche Studien belegt werden.

Es wurde beispielsweise bewiesen, dass Citral, ähnlich wie viele Antidepressiva, in den Serotonin-Stoffwechsel eingreift. Citral ist ein wichtiger Inhaltsstoff der ätherischen Öle von Bergamotte, Grapefruit, Petit Grain und Litsea. Diesen Ölen wird eine stimmungsaufhellende und anregende Wirkung zugeschrieben, die nicht überreizt oder schläfrig macht. Zudem wirken die ätherischen Öle von Zitrus-Pflanzen Stress lindernd und konzentrationsfördernd, was sie für die Anwendung für den Berufsalltag prädestiniert.

Auch Linalool wirkt stimmungsaufhellend und verbesserte in Studien die Wirksamkeit von Antidepressiva. Besonders hervorzuheben ist allerdings seine Angst lösende, beruhigende und Schlaf fördernde Wirkung. Linalool ist in vielen ätherischen Ölen enthalten und der wichtigste Bestandteil von ätherischem Lavendel- und Rosenholzöl. Lavendelöl und andere Linalool reiche Öle eignen sich daher besonders zur abendlichen Entspannung und zum Stressabbau.

Für die verschiedenen Formen der echten Depression kann die Aromatherapie nur als Zusatztherapie angesehen werden. Ihre unterstützende Wirkung bei dieser Erkrankungsform ist allerdings vielfach belegt.



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