Wissenswert: Thema Naturheilkunde
Großfrüchtige Moosbeeren schützen die Blase

Harnwegsinfektionen, das sind durch Bakterien verursachte Entzündungen der Schleimhäute der ableitenden Harnwege, sind weltweit die häufigsten extraintestinalen Infektionen bei Frauen. Fast die Hälfte dieser ist zumindest einmal in ihrem Leben davon betroffen, jede zweite Frau sogar mehrmals im Jahr.

Das klassische Beschwerdebild besteht aus häufigem Harndrang, Brennen beim Wasserlassen und krampfartigen Schmerzen. Da die Harnröhre des Mannes etwa viermal so lang ist wie jene der Frau, ist bei ihm die Wahrscheinlichkeit für diese Infekte wesentlich geringer. Speziell bei großen Temperaturschwankungen treten Harnwegsinfekte vermehrt auf. In der Selbstmedikation gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, um der Infektion entgegen zu wirken und Rückfällen vorzubeugen. Extrakte aus der Großfrüchtigen Moosbeere, auch Cranberry oder Kranichbeere genannt, können das Anhaften der Bakterien am Epithel der ableitenden Harnwege verhindern.

Dadurch ist es den Erregern nicht mehr möglich sich einzunisten und sie werden mit ankommender Flüssigkeit weggespült. Eine antioxidative Wirkung der roten Früchte erscheint ebenfalls plausibel. Die Cranberry ist eine nordamerikanische Verwandte der europäischen Preiselbeere und Moosbeere. Sie hat sich inzwischen bei uns nicht nur als Lebensmittel, sondern auch als Heilpflanze eingebürgert. Der positive Nutzen ist inzwischen wissenschaftlich anerkannt, sofern eine konzentrierte tägliche Zufuhr erreicht wird.

Es gibt verschiedene Nahrungsergänzungen und Säfte, die zur Vorbeugung von Blaseninfekten angepriesen werden. Da der regelmäßige Verzehr der Früchte in der täglichen Praxis nur schwer durchführbar ist, empfiehlt sich eine gezielte Nahrungsergänzung von ausgewählten und konzentrierten Preiselbeer- bzw. Cranberry-Produkten aus der Apotheke. Diese sollten mindestens acht Wochen lang eingenommen werden.

Als praktischer Helfer für akute unkomplizierte Harnwegsinfekte ist in manchen diätetischen Cranberry-Präparaten D-Mannose, eine Zuckerart die mit dem Traubenzucker verwandt ist, enthalten. D-Mannose wird im Körper kaum abgebaut und bindet auf dem Weg durch die Blase unerwünschte Erreger. Anschließend werden diese Zucker-Bakterien-Komplexe mit dem Harn ausgeschieden. Damit ist eine rasche und zuverlässige Wirkung bei akuten und wiederkehrenden Harnwegsinfekten gewährleistet.

Wann zum Arzt?
Bei Fieber, Schmerzen in der Nierengegend, größeren Blutmengen im Harn, bestehender Schwangerschaft und Diabetes mellitus.

Foto/Video: © Fotolia / Morgul

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