Wissenswert: Thema Alternative Heilmethoden
Täglich “ruft” die Rosskastanie in der Kamillen-Apotheke

Der Kastanienbaum bereitet uns mehrfach Freude: Im zeitigen Frühjahr, wenn die großen Blattknospen aufspringen und den Beginn der wärmeren Jahreszeit ankündigen, im Mai, wenn uns die wunderschönen Blütenkerzen erfreuen, im Herbst, wenn aus stacheligen Hüllen glänzende braune Samen zu Boden fallen und in der Kamillen-Apotheke, wenn uns Kunden über die positive Wirkung ihrer „Kastanien-Essenz“ berichten.

Die Rosskastanie, Aesculus hippocastanus, ein stattlicher Baum von 10-20 m Höhe, wird in Europa oft als Park- und Alleebaum gepflanzt, weil er schön aussieht, gut gedeiht und selbst schmutzige Luft und Abgase verträgt.

Samen und Samenschale enthalten ein komplexes Gemisch von Inhaltsstoffen, welche abschwellend, gefäßverstärkend und entzündungshemmend wirken.

Es war ein französischer Arzt, der, angeregt durch die Verwendung der Samen in der Volksmedizin, aus diesen eine Tinktur bereitete, die eine überraschende Wirkung zeigte. 1896 berichtete er über Erfolge bei der Behandlung von Hämorrhoiden, später erkannte man die Wirkung auf das ganze Gefäßsystem, besonders auf die Venen.

Verschiedene Studien in den letzten Jahrzehnten, die mit einem normierten Rosskastanien-Extrakt gemacht wurden, bestätigen vor allem die Gefäß abdichtende Wirkung. Bedeutende Verbesserungen zeigten sich hinsichtlich der subjektiven Symptome „Spannungsgefühl“, „Schmerzen“, „Beinmüdigkeit“, „Juckreiz“, nicht dagegen beim Symptom „Wadenkrämpfe“.

Der Knospenauszug der Rosskastanie wirkt vor allem auf die Flüssigkeiten des menschlichen Körpers. Blut- und Lymphfluss werden angeregt, Stauungen behoben und die Gefäßwände „gereinigt“. Positive Auswirkungen zeigen sich bei Hämorrhoiden, Krampfadern und bei geschwollenen und schweren Beinen.

Aesculus in der Homöopathie: Im Vordergrund steht die typische Bindegewebsschwäche, oft noch gepaart mit Übergewicht und mangelnder Bewegung. Für manche Menschen ein Dauerzustand, für Frauen in der Schwangerschaft eine Lebensphase, die mit der Entbindung des Nachwuchses beendet ist. Venöse Stauungen befinden sich im ganzen Bereich der unteren Körperhälfte. Hämorrhoiden schmerzen und die Umgebung ist ödematös verändert.

In der Bach-Blütentherapie ist die Rosskastanie als „Chestnut“ bekannt. Versuchen Sie „Chestnut Bud“ (Kastanienknospe), wenn Sie immer wieder die gleichen Fehler machen und aus Ihren Erfahrungen nicht genug zu lernen scheinen. Probieren Sie „Red Chestnut“ (Rote Kastanie), wenn Sie übermäßig ängstlich oder besorgt um geliebte Menschen sind und immer das Schlimmste für sie befürchten. Testen Sie „Sweet Chestnut“ (Esskastanie), wenn Sie glauben, die Grenzen des Ertragbaren erreicht zu haben und in eine tiefe Hoffnungslosigkeit sinken. Nehmen Sie „White Chestnut“ (Weiße Kastanie), wenn Sie bestimmte Gedanken Tag und Nacht im Kopf kreisen haben, nicht abschalten können und innere Dialoge führen.

Foto/Video: © Fotolia / spline_x

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