Wissenswert: Schwerpunkt Mikronährstoffe
Vitamin C

Mehr als eine Nahrungsergänzung

Leckeres Weihnachtsgebäck, herrlicher Festbraten, aromatischer Silvesterpunsch aber auch die ersten Anzeichen einer beginnenden Erkältung prägen die letzten Tage des „alten“ Jahres. Gerade jetzt braucht unser Immunsystem Hilfe. Es ist durchaus bekannt, dass Vitamin C bei erkennbaren Stresssituationen des Immunsystems schneller wieder fit machen kann.

Vitamin C (Ascorbinsäure) ist für unseren Körper lebensnotwendig. Menschen, Affen, Meerschweinchen, Fische und einige Vogelarten können Vitamin C nicht selbst produzieren und sind auf dessen Ergänzung angewiesen.

Vitamin C ist ein Aktivator des gesamten Zellstoffwechsels, es optimiert das Immunsystem, verbessert die Eisenaufnahme, fördert die Wundheilung, wirkt als Antioxidans bei oxidativem Stress und übernimmt noch eine Vielzahl anderer Funktionen im Körper.

Vitamin C wird dosisabhängig im Dünndarm resorbiert. Die Aufnahme bei einmaliger Gabe beträgt unter günstigen Voraussetzungen bei einem Gramm (entspricht ca. einer Messerspitze Ascorbinsäure) 60-75%, bei drei Gramm 40% und bei 12 Gramm nur mehr 16%.

Für die Praxis ist es ratsam, ein Gramm Ascorbinsäure-Pulver in mehreren Portionen über den Tag verteilt bzw. ein entsprechend dosiertes Vitamin C-Präparat mit verzögerter Wirkstofffreisetzung einzunehmen. Damit erreicht man eine um 72% höhere Aufnahme.

Reines Vitamin C ist ein weißes Pulver und grundsätzlich sehr stabil. Bitterer Geschmack und  Gelbfärbung sind Anzeichen für einen Wirkungsverlust.

In wässriger Lösung ist Vitamin C sehr unbeständig. Auch Luft, Licht, Sauerstoff und Temperaturerhöhung zerstören es rasch. Die Kochverluste betragen bei Karfiol, Kartoffeln, Spinat und Broccoli 50%, bei Kohl 70% und bei Erbsen 90%. Der Vitamin C-Verlust im Spinat nach zweitägiger Lagerung in der Vorratskammer bei 20°C beträgt 79% gegenüber nur 33%, wenn er im Kühlschrank aufbewahrt wird. Daher sollte Gemüse möglichst kurz nach dem Einkauf zubereitet werden. In diesem Zusammenhang ist auch zu bedenken, dass unsere Gemüsesorten aufgrund der verschiedenen Handelswege teilweise mehr als eine Woche unterwegs sind, bis sie zum Endverbraucher gelangen. Bei der Lagerung von tief gefrorenem Gemüse ist der Vitamin C-Abbau im Vergleich zu Frischgemüse erheblich verlangsamt.

Den Vitamin C-Bedarf aus der Nahrung zu decken, wird zunehmend schwieriger. Um einen erhöhten Bedarf von 500 mg/Tag zu decken, müsste man von Äpfeln, je nach Sorte, 5, 6 oder 12 kg(!) pro Tag essen. Der „normale“ Bedarf für Erwachsene liegt bei 100 mg/Tag und ist für Raucher und Stillende bei 150 mg/Tag anzusetzen. 

Diese Vitamin C-Mengen sind heute bei weitem nicht genug. Ein erhöhter Bedarf kann für folgende Bedingungen angenommen werden:

  • Erhöhte körperliche Anstrengung
  • Operationen oder Verletzungen, zur Verbesserung der Wundheilung
  • Psychischer Stress
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Regelmäßiger Alkohol- und Nikotinkonsum
  • Regelmäßige Einnahme bestimmter Medikamente u. v. m.

Unter diesen Bedingungen sollten mindestens 500-1000 mg Vitamin C/Tag (in Erkältungszeiten 3-4mal täglich 500 mg/Tag) eingenommen werden.

Foto/Video: © Fotolia / niroworld

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