Wissenswert: Thema Naturheilkunde
Sauer macht nicht immer lustig

Eine Grundvoraussetzung für die Verbesserung des Gesundheitszustandes und für den funktionierenden Stoffwechsel ist ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt.

Ein Überschuss an Säuren entsteht durch einseitige eiweißreiche Ernährung, Genussmittel, Stress, zu wenig Bewegung und vor allem auch durch einen Mangel an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Diese sind für viele Stoffwechselvorgänge und damit für einen funktionierenden Ausgleich notwendig.

Vor allem Zink ist an vielen Prozessen beteiligt, die für eine Ausscheidung der Stoffwechselabbauprodukte über Niere und Lunge notwendig sind. Können diese wichtigen Prozesse nicht stattfinden, werden Stoffwechselsäuren als „Müll“ im Bindegewebe abgelagert. Dieses verliert dadurch an Elastizität und der Stoffaustausch sowie die Kommunikation zwischen den Zellen ist eingeschränkt.

Auf Dauer kann dies eine Ursache für verschiedene Alltagsbeschwerden wie Sodbrennen, Cellulite, Diabetes, Krampfneigung, Haarausfall, Neurodermitis, Gelenkbeschwerden, Osteoporose, Herz-Kreislaufbeschwerden und Bluthochdruck sein.

Was kann man für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt tun?

Als wichtigste Grundlage sei hier eine ausgewogene Ernährung genannt, dabei soll nicht auf Eiweißlieferanten wie Fleisch und Fisch verzichtet werden. Ratsam ist aber, diese möglichst mit Gemüse anstatt mit Beilagen wie Nudeln oder Reis zu kombinieren. Süßigkeiten, Kuchen und Weißbrot gehören zu den Genussmitteln und sollten nicht täglich gegessen werden. Frittierte und panierte Gerichte überhaupt vermeiden!

Der Geschmack ist nicht immer ausschlaggebend, ob eine Speise im Körper sauer reagiert. Eine Zitrone schmeckt durch ihre enthaltenen organischen Säuren zwar sauer, aber die darin enthaltenen Basen überwiegen. Entgegen der weitverbreiteten Meinung ist auch Kaffee nicht sauer, sondern sogar leicht basisch. Die im Kaffee enthaltenen Kaffeesäuren sind wichtige Antioxidantien und beeinflussen den Säure-Basen-Haushalt nicht.

Saure Nahrungsmittel sind z.B. Hartkäse, Garnelen, Fleisch, Gebäck, Limonaden, Teigwaren, Wurst und Brot. Als neutral sind Milch und Milchprodukte, Tofu sowie kaltgepresste Pflanzenöle einzustufen.

Zu den basischen Nahrungsmitteln zählen jene mit einem hohen Gehalt an Kalium, Natrium, Calcium und Magnesium – sprich Obst, Gemüse und Kräuter. Auch auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist zu achten, empfehlenswert sind Mineralwässer und Kräutertees. Vor allem Fenchel, Rosmarin, Lindenblüten, Zitronenmelisse, Käsepappel, Brennnessel, Gänsefingerkraut und Schafgarbe sind gute Basenlieferanten.

Es gibt auch die Möglichkeit, durch Basenpulver oder Basentabletten eventuelle Defizite der Ernährung auszugleichen. Moderne Präparate enthalten neben basischen Elektrolyten auch bedarfsadäquate Mengen an Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen, die für einen guten Abtransport der Säuren aus dem Bindegewebe sorgen. Basenpulver sollte 1/2 Stunde vor oder 2 Stunden nach einer Mahlzeit in Wasser aufgelöst eingenommen werden, um den für die Verdauung notwendigen sauren pH-Wert im Magen nicht zu beeinträchtigen.

Auch die Haut als größtes Ausscheidungsorgan kann den Körper beim Abbau von Schadstoffen und Säuren unterstützen. Spezielle Badezusätze sorgen für einen basischen pH-Wert des Badewassers (ca. pH 8). Dies fördert die Ausscheidung von Säuren über die Haut. Um den Säureschutzmantel der Haut nicht zu stark zu beeinträchtigen, werden diese Bäder maximal 1x pro Woche durchgeführt.

Mit zusätzlicher Bewegung zur Aktivierung des Stoffwechsels, ausreichendem Schlaf und der Vermeidung von Stress steht einem gesunden Start ins Frühjahr nichts mehr im Wege.

Foto/Video: © Fotolia / thingamajiggs

Lesen Sie weitere Beiträge zum Thema:
, , , ,


Top