Wissenswert: Thema Alternative Heilmethoden
Homöopathisches Johanniskraut bei Nervenschädigungen

Was Arnica für die Weichteile ist, ist Hypericum für verletzte Nerven, deshalb wird die Arznei in der Homöopathie als „Arnica für die Nerven“ bezeichnet – ein Hauptmittel für Verletzungen der Nerven und des Rückenmarks mit entzündlichem Charakter.

Hypericum perforatum, das Johanniskraut, durchdrungen von den Strahlen der Sonne, leuchtet uns im Sommer an sonnigen Weg- und Waldrändern, in trockenen Wiesen, in Äckern und in mittleren Höhenlagen entgegen. Seine strahlenden Blüten machen es zu einer der schönsten Pflanzen unserer heimischen Flora.

Im Johanniskraut steckt die Eigenschaft, die Kräfte des Lichtes ganz in sich aufzunehmen und weiterzugeben. UV-Strahlen werden in Blatt und Blüte in Öldrüsen gespeichert. Fast könnte man sagen, dass unser Organismus durch Einnahme von Johanniskraut mit Licht durchtränkt wird. Ist das vielleicht der Grund, warum die Heilpflanze bei Depressionen und Nervenleiden so wirksam ist?  

In der homöopathischen Therapierichtung wird die frische ganze Pflanze zur Blütezeit verwendet. Der Arzneimittelversuch mit Hypericum bringt Symptome hervor, die jenen von Nervenverletzungen ähnlich sind. Das Mittel eignet sich bei traumatischen Zuständen, Quetschungen, Gewebsrissen, Stichwunden in nervenreichen Körperregionen wie Fingerspitzen, Zunge, Lippen, Zehenspitzen, Hand- und Fußsohle.

Hypericum ist auch bei Eintreten von Nägeln, Nadeln oder Splittern angezeigt, insbesondere wenn von der Fußsohle hinaufschießende Schmerzen auftreten. Ferner ist es indiziert bei Schmerzen nach einer Zahnbehandlung (verletzte Zahnnerven), wenn alte Narben erneut verletzt wurden und danach stechend schießende Schmerzen auftreten.

Das charakteristische Merkmal von Hypericum sind stechend schießende Schmerzen, die den Nerven entlang über den Körper ziehen. Vor allem, wenn bei einer Verletzung, gleich welcher Art, stark empfindliche Nervenschmerzen in Erscheinung treten, ist an diese homöopathische Arznei zu denken. Dabei besteht eine große Überempfindlichkeit und oftmals Kribbeln in den Händen und Füßen wie von Nadelstichen.

Die Beschwerden verschlimmern sich bei Erschütterung, Bewegung, Wetterwechsel, Nebel, Kälte, Feuchtigkeit und bessern sich beim ruhigen Liegen (auf dem Bauch).

Bewährte Anwendungsgebiete von Hypericum sind unfallbedingte Kopfschmerzen, Gehirnerschütterung, Zahnschmerzen, Steißbeinschmerzen, Neuralgien, Polyneuropathie, Restless-Legs-Syndrom, Narbenschmerzen, Sonnenallergie sowie Gemütsbeschwerden nach Verletzung.

In der Kamillen-Apotheke empfehlen wir gerne homöopathisches Johanniskraut in Kombination mit B-Vitaminen im dreiwöchigen Wechsel mit Toxicodendron quercifolium bei den Folgen eines Bandscheibenvorfalls, um längerfristig magenbelastende Schmerzmittel reduzieren zu können.

Foto/Video: © Kamillen-Apotheke

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