Wissenswert: Thema Alternative Heilmethoden
Eine homöopathische Empfehlung wenn’s sticht

Insektenstiche, Verrenkungen, Verstauchungen und Wunden sind in der warmen Jahreszeit ein großes Thema. Viele Kunden der Kamillen-Apotheke wollen für diese „kleinen“ Zwischenfälle gerne eine alternative Hilfe und fragen deshalb unsere Experten um Rat.

Neben natürlichen äußerlichen Zubereitungen bei Stichen jeder Art bietet sich zusätzlich aus dem „homöopathischen Heilköfferchen“ besonders ein Allheilmittel an, das im Folgenden genauer betrachtet werden soll.

Unsere Empfehlung zur beschleunigten Wundheilung bei sämtlichen Stichverletzungen lautet Ledum palustre, der Sumpfporst oder wilde Rosmarin, ein immergrüner Strauch mit herrlichen weißen Blüten. Dieses Heidegewächs stellt das hauptsächliche homöopathische Einzelmittel bei Stichwunden, Insektenstichen und Bissen dar, hilft aber auch zum Beispiel bei verstauchten Knöcheln.

Wenn die Leitsymptome einer Verletzung passen, bieten sich neben dem „Allroundmittel Arnica“ auch andere homöopathische Arzneimittel an, allen voran Ledum palustre.

Hat man sich zum Beispiel an Dornen bei der Gartenarbeit gestochen, oder wird man von Stechmücken geplagt, ist der Stich gerötet und juckt, dann empfehlen wir in der Kamillen-Apotheke gerne zusätzlich zu einem Lokaltherapeutikum dessen Anwendung, denn es hilft die Symptomatik schneller abklingen zu lassen.

Stechende, ziehende oder brennende Schmerzen bei einer Gelenkentzündung, z. B. bei Gicht oder bei rheumatoider Arthritis, verlangen nach einem klassischen Schmerzmittel. Ledum kann hier als zusätzliche Empfehlung zur Verbesserung des Beschwerdebildes beitragen.

Homöopathische Arzneimittel werden immer wieder alternativ und/oder unterstützend beim Zeckenstich eingesetzt. Eines der wichtigsten Mittel dabei ist Ledum palustre. Unserer Meinung nach erscheint eine längerfristige zusätzliche Anwendung bei Lyme-Borreliose, insbesondere mit Ergussbildung, im Zuge einer konventionellen ärztlichen Behandlung zur Symptomlinderung durchaus sinnvoll.

In der klassischen Medizin gibt es unterschiedliche Meinungen in der Frage, ob in den immer wieder auftretenden akuten Schüben einer Borreliose jedes Mal eine antibiotische Therapie Sinn macht oder nicht. Ledum palustre kann auf jeden Fall vorbeugend angewendet werden. Nach möglichst frühzeitiger Entfernung der Zecke und anschließender Desinfektion der Stichstelle lässt sich das Mittel sowohl lokal als auch systemisch einsetzen. Die Dauer der Therapie richtet sich nach der Symptomatik, erfahrungsgemäß zehn bis vierzehn Tage.

Achtung! Sollte sich an der Stelle der entfernten Zecke ein roter Hof entwickeln, ist zwingend ärztliche Hilfe notwendig.  

Ein kleiner Tipp zum Schluss: Wenn Sie die Therapie bei Ihrer Katze oder bei Ihrem Hund anwenden wollen, geben Sie dem Haustier einmal pro Woche fünf Globuli Ledum D30 und beobachten dann den Zeckenbefall.

Foto/Video: © Taina Sohlman / 123RF

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