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Wissenswert: Schwerpunkt Herpes labialis
Unterstützende Alternativen in der Lippenherpes-Therapie

Unterstützende Alternativen in der Lippenherpes-TherapieHerpes labialis, im Volksmund auch als Lippenherpes oder Fieberbläschen bezeichnet, zählt weltweit zu den häufigsten Infektionskrankheiten der Haut.

Fieberbläschen werden durch das Herpes-simplex-Virus (meist Typ 1) ausgelöst. Es juckt, kribbelt oder brennt an der Ober- oder/und Unterlippe und in weiterer Folge bilden sich eine Rötung und schmerzhafte Bläschen an der Lippe. Lippenherpes ist nicht nur oft schmerzhaft, sondern auch eine kosmetisch und psychisch belastende Erkrankung. Ein geschwächtes Immunsystem kann eine Herpesinfektion begünstigen. In der Therapie des Herpes labialis haben sich neben der lokalen Therapie mit Virustatika-haltigen Herpessalben auch die Supplementierung von immunaktiven Mikronährstoffen wie L-Lysin, Zink und Vitamin C bewährt.

L-Lysin, die „Virenbremse“ unter den Aminosäuren, benötigt der Körper vor allem als Baustein für seinen Proteinaufbau und ist für die Entwicklung und Gesundheit des Kollagens, der Knochen und der Haut essentiell. Ein Mangel führt zu einer reduzierten Immunabwehr. Tierische Produkte wie Rindfleisch und Milchprodukte sind reich an L-Lysin, während pflanzliche Erzeugnisse, mit Ausnahme von Weizenkeimen und Sojabohnen, eher arm an L-Lysin sind. In der Regel ist die Einnahme dieser Aminosäure sehr sicher, es gibt praktisch keine Nebenwirkungen.

Dosierungen von bis zu 3000 mg L-Lysin pro Tag werden gut vertragen und konnten im Vergleich zum Placebo die Schwere der Symptome sowie eine Verkürzung der Heilungsprozesse während einer Herpesinfektion bewirken. In der Komplementärmedizin wird L-Lysin als Gegenspieler der Aminosäure L-Arginin gesehen. Man nimmt an, dass L-Lysin die Synthese argininreicher Proteine, die das Virus für seine Vermehrung benötigt, hemmt. Die Aufnahme großer Mengen an L-Lysin über die Nahrung unterdrückt daher die Virusvermehrung. Nahrungsmittel, die reich an den beiden Aminosäuren L-Lysin und L-Arginin sind, verdienen daher besondere Bedeutung. Die Ernährung sollte viel Lysin und wenig Arginin enthalten. Argininreiche Nahrungsmittel sind Schokolade und Nüsse.

Wer häufig an Lippenherpes leidet, sollte diese beiden Genussmittel möglichst meiden. Zink, der „Immunbooster“ unter den Mineralien, wirkt immunstimulierend und antiviral, fördert wie Vitamin C die Bildung von Antikörpern und steigert die zellvermittelte Immunantwort. Zur Vorbeugung wird die tägliche Einnahme von 15 mg bis 20 mg Zink, bei auftretenden Herpesrezidiven vorübergehend 30 mg bis 50 mg Zink pro Tag, empfohlen.

Globuli gegen Herpes?
Neben der „Herpes-simplex-Nosode“ werden von Homöopathen verschiedene Einzelmittel eingesetzt. „Natrium chloratum“ wird bei Lippenherpes mit juckenden, brennenden und schmerzhaften Bläschen verwendet, der durch Sonneneinstrahlung, Traumata oder Stress ausgelöst wird. „Toxicodendron quercifolium“ passt zu Herpessymptomen nach Erkältungen, die sich mit nässenden und juckenden Bläschen zeigen. „Hepar sulfuris“ ist unterstützend bei einer eitrigen Entzündung ratsam, wenn die Bläschen eitrig-nässend sind und sich Krusten entwickeln.

Zuletzt aktualisiert: 12. September 2025

Foto/Video: © citalliance / 123rf

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